Ein Herz für die Heimat, Quads und einen Familienbetrieb

Eine Karriere als Maschinenbauer in Werlte

Manfred Koop ist ein Typ, der viel lacht, und ein emsländisches Urgestein – ein Beispiel für Treue zur Heimat wie zu dem Familienunternehmen, in dem er seit bald 30 Jahren arbeitet. Ein Einblick.

„Manni. Herr Koop oder Manfred sagt hier keiner“, lacht der 55-jährige Werkstattleiter bei Metallbau Staggenborg in Werlte. Manni ist ein emsländisches Urgestein, das nicht nur seiner Heimat, sondern auch seinem Arbeitgeber gerne treu ist. „Stadt ist zwar ganz interessant, aber für mich wäre das nichts. Wir wohnen ziemlich ländlich. Ich hab Platz.“ Schmunzeld schiebt er nach: „Da kann ich mich ’n bisschen austoben.“ Hinter seinem Haus liegt einer seiner Lieblingsplätze. Spontan trifft er sich da mit Freunden zum Quadfahren und lacht: „Hier gehen wir ins Gelände. In der Stadt geht das ja nicht.“ Die Heimatliebe hat er weitergegeben. Mannis Familie – drei Kinder samt Enkelkindern – lebt in einem Umkreis von 10 Kilometern.

Gemeinsam wachsen

Bei Metallbau Staggenborg hat Manni 1989 angefangen. Lange hat er als Maschinenbauer im Kundendienst gearbeitet, war zuständig für Reparaturen und hat nach und nach mehr Verantwortung übernommen. Als im Dezember 2011 eine Anfrage für einen umfangreichen Dauerauftrag von einem Großkunden kam, sind alle im Familienbetrieb gemeinsam ins kalte Wasser gesprungen: 600 Außenbäume – das sind die Schienen, in die bei großen LKW-Anhängern die Schutzplane an den Seiten eingefädelt wird – pro Woche vormontierten und ausliefern. 120 Stück täglich, auf Abruf und mit einem Zeitfenster von zweieinhalb Stunden, bis eine Bestellung beim Kunden vor Ort sein musste. „Am 16.12.2011 kam die Anfrage und am 9. Januar 2012 kam von uns die erste Lieferung. Wir dachten uns, das muss doch machbar sein, wenn andere das auch schaffen!“, erinnern sich Manni und sein Chef Heiner Staggenborg.

Für Manni hieß das neue Aufgaben, mehr Verantwortung und ungewohnte Computerarbeit. „Das war eine echte Herausforderung“, erzählt er, „das erste halbe Jahr war ’n bisschen rumpelig.“ Inzwischen gleicht er Listen mit dem Kunden via SAP im Schlaf ab. Er koordiniert die Warenannahme, Bestellungen und Mitarbeiter und die Warenauslieferung. Dass es trotz der Kürze der Zeit funktionierte, liegt am Team: „Alle haben Hand in Hand gearbeitet, jeder hat mitgedacht und angepackt“, sagt Heiner Staggenborg stolz über seine Mannschaft.

Ein Zusammenhalt der bleibt

Die Mannschaft liefert natürlich nicht nur Außenbäume just in time aus. Im Trailer Service Point werden Nutzfahrzeuge repariert, gewartet und instandgesetzt und im Metallbau stellen Mannis Kollegen individuelle Balkone, Geländer, Treppen, Zäune, Tore und Gartendekor her, von der Planung bis zur Montage. „Das sind spannende Aufträge – was da alles möglich ist!“, schwärmt er.

Trotz der inzwischen 40 Mitarbeiter geht es im Familienunternehmen immer noch ganz persönlich zu. „Man spricht schon noch miteinander“, zwinkert Manni, bevor er den Chef hinter dessen Rücken dann noch schnell mit ganz direkten Worten lobt: „Heiner ist ein toller Chef und Geschäftsmann, der trifft gute Entscheidungen für uns.“

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