Ein Stück Freiheit

Softwareentwicklung aus Ostfriesland

Fünf Jahre lang lebte Stefan Natelberg in England bevor er in seine alte Heimat zurückkehrte. Bei Orgadata in Leer hat er spannende Aufgaben gefunden und genießt die Freiheit Ostfrieslands.
Eigentlich wollte Stefan Natelberg nur für drei Monate nach England und in Leicester an der De Montfort University ein Praxissemester absolvieren. Dass daraus fast fünf Jahre wurden, damit hätte er am Anfang nicht gerechnet. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete der 38-jährige zunächst in Oldenburg. Seit November 2016 ist Informatiker Natelberg Entwicklungsleiter der Softwareentwicklung bei Orgadata in Leer.

Freiraum und freundschaftliche Atmosphäre

„Als meine jetzige Frau und ich uns kennengelernt haben, wohnte ich schon in England, sie in Deutschland. Die Fernbeziehung hat aber irgendwann genervt, sodass wir uns entscheiden mussten, wo wir zusammen leben wollen.“ Da fiel die Wahl auf die alte Heimat Ostfriesland. Mittlerweile wohnen sie wieder in ihrer Heimatgemeinde Rhauderfehn und erwarten derzeit ihr zweites Kind. Sie sind froh, wieder zu ihrem Ursprung zurückgekehrt zu sein: „Wenn ich an meine Kindheit denke, erinnere ich mich vor allem daran, wie viel Freiraum wir hier hatten. Das wünsche ich mir besonders für meine Kinder. Wir haben einen sehr großen Garten, in dem sie sich frei bewegen können, das wäre in der Großstadt so nicht möglich gewesen.“ Außerdem gefällt ihm hier vor allem die freundschaftliche Atmosphäre. Ihrem Hobby Reisen wollen die Natelbergs aber auch weiterhin nachgehen. Größte Tour war bisher ein Roadtrip durch den Westen der USA, weitere Ziele stehen auf ihrer Reiseliste.

Positives Image durch zufriedene Mitarbeiter

Mittlerweile ist Natelberg wieder in seinem alten Tischtennisverein, dem VfB Rajen, aktiv und will sich nun auch der internen Laufgruppe von Orgadata anschließen. Sein Ziel: „Im nächsten Jahr beim Ossiloop mitmachen.“ Orgadata bietet verschiedene Sportgruppen für seine Mitarbeiter an. Grundsätzlich vertritt das Unternehmen die Philosophie, dass zufriedene Mitarbeiter ein positives Image des Arbeitgebers nach außen tragen. Und dafür wird einiges getan: 2018 zieht Orgadata in ein neues Gebäude. Es soll sogar eine unternehmenseigene Krippe entstehen. „Viele junge Menschen verlassen den Landkreis Leer für ein Studium oder eine Ausbildung. Wir freuen uns immer, wenn wir einige für eine Rückkehr begeistern können. Immer häufiger sind Glücksfälle dabei, die erkennen, dass es sich in unserer Region gut arbeiten und leben lässt“, so Pressesprecher Andreas Meinders.
„Orgadata ist ein international agierendes Software-Unternehmen, das seit Jahren stark wächst. Es ist wichtig, Strukturen für die neuen Mitarbeiter zu schaffen. Deshalb müssen wir uns auch räumlich vergrößern“, erklärt Natelberg. „Unsere Software wird in 104 Ländern genutzt. Da glaubt man gar nicht, dass so ein Unternehmen aus Leer kommt“, lacht er. In Leer gibt es unter anderem ein Software-Netzwerk, bei dem sich 13 Unternehmen zusammengeschlossen haben sowie einen IT-Stammtisch des Kompetenzzentrums IT der Ems-Achse.

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