Henrik Beerboom ging zurück zu seinen Wurzeln

Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit

Für Henrik Beerboom hat das Emsland eine wichtige Bedeutung: Die Region ist seine Heimat – hier ist er aufgewachsen, genauer gesagt in Beesten. Deshalb fiel dem 31-Jährigen die Entscheidung für die Rückkehr zu seinen Wurzeln nicht schwer. Im Oktober 2019 hat er eine Stelle bei der Stadt Lingen angetreten. Dort leitet er den Fachbereich Stadtplanung und Hochbau. Dafür ist er mit seiner Partnerin in den Lingener Ortsteil Bramsche gezogen – ganz in die Nähe seines Geburtsortes Beesten.

Sandkastenfreundschaften pflegen

„In erster Linie bin ich für meinen neuen Job zurückgekommen. Aber hier leben natürlich auch meine Familie und meine Freunde“, erzählt Beerboom. Zu diesen Freundschaften zählen einige, die er bereits im Sandkasten geschlossen habe – und davon trenne man sich nur ungern. Beerboom erinnert sich gerne daran, wie er in seinem Heimatdorf aufgewachsen ist. Beesten ist sehr ländlich gelegen: Bolzen mit Freunden auf dem Fußballplatz, viel Zeit draußen in der Natur und ein aktives Vereinsleben gehörten dort zu seinem Alltag. „Besonders das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl habe ich anderswo vermisst. Im Emsland ist dieses sehr ausgeprägt. In größeren Städten geht es hingegen anonymer zu“, so der 31-Jährige. Seine Mitgliedschaft im Schützenverein und Sportverein hat er nie gekündigt. Er freut sich darauf, an diesem Vereinsleben jetzt wieder aktiver teilnehmen zu können.

Es hat sich viel getan

Für zehn Jahre war Beerboom ein „Nicht-Emsländer“. Nach dem Bachelorstudium in Münster, dem Abschluss in Dortmund sowie einem sich dort anschließenden Masterstudium verschlug es ihn für den ersten festen Job nach Braunschweig, wo er für den Regionalverband Großraum Braunschweig in der Abteilung Regionalentwicklung arbeitete.

Als Mittelzentrum mit oberzentraler Funktion biete Lingen viel Potenzial, so Beerboom. In den vergangenen Jahren habe sich allein die Infrastruktur Lingens massiv weiterentwickelt. Als Beispiel nennt er die EmslandArena als Veranstaltungshalle und den Campus Lingen der Hochschule Osnabrück an der Kaiserstraße. Dieser biete einmal den jungen Menschen in der Region hervorragende Möglichkeiten, ziehe darüber hinaus aber auch junge Menschen von außerhalb an und mache Lingen somit über die Grenzen des Emslandes hinaus bekannt.

Lingen mitgestalten

Beerboom selbst schätzt an Lingen und der Region das ausgewogene Verhältnis zwischen Stadt und ländlichem Raum. Nicht nur das: Er freue sich darüber, die Entwicklung der Stadt nun mitgestalten zu können. „Das macht die Position als Fachbereichsleiter natürlich sehr spannend. Ich kenne Lingen seit meiner Kindheit und kann nun ein Teil davon sein“, berichtet der Ingenieur.

Im öffentlichen Dienst tätig zu sein bedeutet für ihn, etwas für das Gemeinwohl zu leisten. Er habe seine Entscheidung für die neue Stelle und den Umzug nicht bereut, erklärt Beerboom. Dazu tragen auch die engagierten Kollegen, die Nähe zu Familie und Freunden und die aufgeschlossenen Lingenerinnen und Lingener selbst bei.

„Ich wollte den heimatlichen Bezug auch nie verlieren. Ich habe Münster, Dortmund und Braunschweig kennen- und schätzen gelernt und dort sehr positive Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte. Doch hier im Emsland schätze ich umso mehr die Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit der Menschen. Man ist wieder unter seinesgleichen und weiß, wie die Leute hier ticken“, hebt Henrik Beerboom hervor, der nun wieder vollends in seiner Heimat angekommen ist – sowohl privat als auch beruflich. Was er aus seinen zehn Jahren außerhalb des Emslandes mitgenommen hat: „Ein Hauch von Gelassenheit“, sagt der 31-Jährige. „Ich sehe gewisse Dinge nun etwas neutraler und unvoreingenommener.“

Unsere Heimathelden Kampagne wird gefördert durch den Europäischen Sozialfonds.

Nach 15 Jahren zurück nach Lingen - Heimathelden

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