Talente fördern, Kultur gestalten

Ansgar Ahlers, Kulturreferent der Stadt Papenburg, hat große Pläne

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Eine berühmte Mentorin, ein Kurzfilm im Wettbewerb der Berlinale, ein internationaler Kinofilm, eine eigene Produktionsfirma… Die Liste der Erfahrungen und Potenziale, die Ansgar Ahlers zur Stadt Papenburg mitbringt, macht neugierig auf die Zukunft.
Hape Kerkeling gelang sein Durchbruch nicht nur wegen seiner Fähigkeiten, sondern auch wegen seiner Beharrlichkeit. Mit diesem Wissen machte sich der junge Ansgar Ahlers auf den Weg ans Set des Komikers, als dieser eines Tages in Papenburg drehte. Tatsächlich zahlte sich auch hier Hartnäckigkeit aus und der Abiturient erhielt eine Einladung nach Berlin, wo bei einer erfolgreichen deutschen Fernsehserie erste Erfahrungen sammlen konnte. Das Fundament für eine Karriere in der Filmwirtschaft war gelegt, spätestens nachdem Regieassistentin Eva-Maria Schönecker, die zu den Erfahrensten ihres Fachs gehört, den Emsländer anlernte.
So schaffte Ahlers den Einstieg ganz ohne entsprechende Ausbildung. „Ich konnte in alle Bereiche der Branche schnuppern und sogar an großen Produktionen wie ‚Luther‘ mitwirken“, erzählt der Filmemacher. Auf internationalem Terrain bewegte sich Ahlers dann auch für sein Projekt „Daydreams – WeNeedYourTalent.com“ und dem internationalen Kinofilm „Bach in Brasil“. Letzterer feiert an Heiligabend seine TV Premiere im ZDF.

Zurück zu den Wurzeln

Mit seiner Produktionsfirma forseesense machte Ansgar Ahlers bereits kleine Schritte auf die Heimat zu, als er für das Besucherzentrum der Meyer Werft einige außergewöhnliche Medien gestaltete, beispielsweise wurde hier Projection Mapping eingesetzt. Diese Technik erlaubt beeindruckende Darstellungen auf mehrdimensionalen Oberflächen. Im Juli 2017 kehrte er endgültig zurück. Die Stadt Papenburg schrieb eine Stelle als Kulturreferent aus und Ahlers setzte sich gegen 80 Mitbewerber durch.
„Hier bietet sich mir eine Reihe spannender Herausforderungen“, sagt Ahlers. Er ergänzt: „Wir sind ein tolles Team und unsere Ideen stoßen auf breite Zustimmung. Langfristig wollen wir lokale Talente fördern und die Region mit der Branche noch besser vernetzen.“ So erwarten Ahlers und seine Kollegen in näherer Zukunft den Besuch etablierter wie junger Künstler aus Indien und Brasilien, um gemeinsame Projekte mit den Jugendlichen zu starten. „Ich freue mich, dass ich meine Kontakte und meine Erfahrung einbringen kann. Es geht nicht nur darum, hier vor Ort zu wirken, sondern auch Kultur aus Papenburg nach außen zu tragen.“

Ein Papenburger Projekt von Ansgar Ahlers ist der Weihnachtsfilm „Wer zum Teufel ist der Weihnachtsmann?“

Eines der letzten Kinoprojekte ist „Bach in Brazil“

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